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Ich habe verstanden.

Ressourcenverteidigung

Sind Sie auch der Meinung, dass man diesem Rottweiler mal den Knochen wegnehmen muss, um dauerhaft der Chef zu bleiben!?

Wenn ja, dann kaufen Sie sich bitte besser einen Mops, denn dann haben Sie aufgrund der Zahnstruktur bessere Chancen zu überleben!

Ein Lebensmotto der Natur lautet:         Besser einmal feige, als einmal tot!

Auf das obige Beispiel bezogen, könnte man auch sagen,
besser einmal clever, als einmal gebissen werden!


Ressourcenverteidigung - Aggression oder natürliches Verhalten

Warum werden Ressourcen wie der Futternapf überhaupt verteidigt!?

Je knapper etwas ist, umso wertvoller wird es;. daher wird es mit allen Mitteln verteidigt!

 

Mit Recht werden Sie jetzt sagen: Aber die Futterschüssel meines Hundes ist immer voll!

Aus menschlicher Sicht gebe ich Ihnen Recht! Die Sichtweise ihres Hundes ist jedoch eine andere!

Stellen Sie sich folgende Szene vor:

Sie sitzen gemütlich im Lokal mit einem lecker duftenden Teller Ihrer soeben bestellten Lieblingsspeise. Sie haben tierisch Hunger. Gerade als Sie anfangen wollen, zieht Ihnen die Bedienung den Teller weg, mit der Begründung:
Der Herr am Nebentisch hat früher bestellt! Dummerweise war der Teller auch noch die letzte Portion. 

Wie werden Sie auf dieses unhöfliche Verhalten reagieren?

Ihre Reaktion wird abhängig sein von…

  • Ihrem Stresszustand

  • Ihrem aktuellen Hunger

  • Ihren bisherigen Erlebnissen (Erfahrungen) in diesem Lokal

  • und Ihrem Vertrauen in die Bedienung

Je nach dem wie gewichtig die o.g. Punkte im Moment für Sie sind,
werden Sie sich verhalten.

 

Was hat das mit dem Verhalten Ihres Hundes zu tun?
Und weshalb entsteht beim Hund eine derart heftige Verteidigung seiner Ressourcen?

  • Nahrung ist ein Grundbedürfnis:

    Fehlende Nahrung bedeutet Tod

  • Der Hund lebt hier und jetzt:

    Die aktuelle Situation ist für ihn entscheidend, das Futter von morgen ist für ihn nicht greifbar!

  • Probleme in der Kommunikation:

    Der Hund kommuniziert seine Ängste, die wir bewusst oder versehentlich übersehen.

Und vor allem:

  • Unterschiedliches Verständnis von Besitz:

    Etwas zu besitzen ist für den Hund nur in dem Augenblick wichtig, in dem ein aktuelles Bedürfnis befriedigt werden muss!

So lange, wie sein Bedürfnis nicht befriedigt wurde, ist es aus Hundesicht  s e i n s!

  • Nehmen wir ihm also etwas weg, obwohl er seinen Besitz noch nicht "aufgegeben hat", verhalten wir uns aus Hundesicht unhöflich!

    Genau so wie die Bedienung!

 

kampf um ressource


Andere Hunde akzeptieren diese Regel – Menschen oftmals nicht!

Die Hündin im obigen Bild kennt die Regeln! Allerdings weiß sie als echte Diva, dass man das Spielzeug nicht loslassen darf, wenn man weiterhin Anspruch auf diesen Besitz haben möchte.

Ein Fehler, auf den die Rüden oftmals bei ihr reinfallen!

Wenn die Rüden also "Gastgeschenke" bringen und sie durch eine Einladung zum Spiel auffordern, gemeinsame Zerrspiele zu spielen, ist die Motivation oft eine andere. Während der Rüde Spaß am gemeinsamen Spiel hat, agiert sie nach dem Motto:

"Geschenkt, ist geschenkt!"

Lässt er versehentlich das Seil los, um z.B. nachzufassen, geht sie mit ihrer "ergatterten" Beute stiften!

Auch wenn das nicht unbedingt immer im Sinne der Rüden ist, ist dieses Verhalten aus Hundesicht durchaus legitim.

Was den Besitz von Ressourcen angeht, lässt sich dieses Beispiel eins zu eins auf Interaktionen zwischen Hund und  Mensch übertragen! Die Regeln sind identisch!

Faires Spiel muss gelernt werden!

In den Grunderziehungskursen werden die wichtigsten Spielregeln zwischen Hund und Mensch besprochen, damit es aus Hundesicht kein Konfliktpotential für Ressourcenverteidigung gibt.

Spielregeln zu kennen ist eben mehr als "Bällchen werfen"!

Besonders im Zusammenhang mit Hund und Kind!

 

Beispiele aus der Praxis, die eine Ressourcenverteidigung oftmals auslösen:

  • Der Welpe vergreift sich an unseren besten Schuhen, wir nehmen sie weg!

    Neugier und Kaubedürfnis lösen in dem Welpen das Bedürfnis nach Besitz aus. Im günstigsten Fall verhält sich ihr Welpe wie die Rüden im obigen Beispiel! Sie betrachten es als einen etwas rüpelhaften Spielbeginn ihrerseits und beteiligen sich an dem Rennspiel mit Beute ergattern!

    Ein schlechter Beginn für Ihr Vertrauensverhältnis und vermutlich auch für Ihre Schuhe! Beim "nächsten" Schuh wird alles besser! -> aus Sicht Ihres Welpen! Nochmal fällt er auf Ihr seltsames Spielverhalten nicht rein!

  • Futternapf wegnehmen!

    Der Welpe zieht bei uns ein – wir nehmen den Futternapf weg, damit wir „von Anfang an der Chef“ bleiben!
    Welches Horrorszenario muss das für den Welpen sein!?

    Ungeschützt durch die ungewohnte Umgebung und das fehlende Vertrauen zu den neuen Menschen, erfährt er, dass die lebenswichtige Ressource Futter weggenommen wird!

  • Stehlen vom Tisch, wir können dieses „unhöfliche Verhalten“ nicht dulden!

    Wie Sie ja jetzt inzwischen wissen, handelt es sich bei Ihrem Steak auf dem Teller um aufgegebene Beute, sofern Sie nicht noch an dem ganzen Steak aktiv kauen.

Veralterte Erziehungsmethoden und unauslöschbare Mythen sitzen tief in den Köpfen der Hundehalter

Je nach Alter und Charakter des Hundes, wird unser Verhalten beantwortet!

 

Natürlich ist auch die Größe des Hundes entscheidend. aidan und struppi

Der Hund ist sich durchaus auch über sein Kräfteverhältnis bewusst und entscheidet dann, wie er mit der Situation umgeht.

Erfahren Sie unter Fallgeschichte Ressourcenverteidigung, wie mein einjähriger Belgischer Schäferhund damit umgegangen ist und Ihre Nackenhaare werden sich garantiert aufstellen! Der kleine Chihuahua-Mix rechts würde sicherlich nicht so nachhaltig um seinen Besitz kämpfen!

Ein Grund, der viele Hundehalter mutig werden lässt und unfaires Verhalten von menschlicher Seite aus verursacht!

 

 

Hunde verstehen unsere Sichtweise von Besitz nicht, wir müssen Sie ihnen liebevoll und mit Respekt vermitteln!

 

Ansonsten lernt der Hund nur:

Menschen handeln nicht fair und vertrauensvoll! Sie sind unberechenbar!

Diese Schlußfolgerung kann folgende mögliche Strategien nach sich ziehen:

Der Hund zieht sich mit seinem Besitz unter den Tisch zurück.

Der Hund fürchtet sich vor uns und gibt seinen Besitz auf!

Der Hund zeigt, dass er dieses Verhalten nicht nett findet und knurrt oder beißt!

 

Durch kommunikative Missverständnisse erreichen beide Seiten innerhalb kurzer Zeit einen eskalierenden Zustand der nicht gewollt war.

Es entsteht ein erlerntes Verhalten oft mit dramatischen Folgen.

Der Hund lernt, dass er mit seiner Strategie erfolgreich ist und steigert sich von Mal zu Mal!

Handeln Sie mit der Weisheit des Klügeren!

Zeigen Sie wahre Führungsqualitäten, indem sie eine vertrauensvolle, berechenbare und verlässliche Basis schaffen, die diese Ängste gar nicht erst entstehen lassen!

Erklären Sie Regeln in der verständlichen Sprache Ihres Hundes -von Welpenpfoten an - und lassen Sie sich dabei durch meine eigene Erfahrung unterstützen!

Während der Welpenkurse erhalten Sie verschiedene Trainingsansätze, die diesen Problemen von Anfang an aus dem Weg gehen!

Sofern Sie ein bereits bestehendes Problem haben, empfehle ich Ihnen ein Einzeltraining!

 

Konfuzius gibt uns hier ein wichtiges Zitat mit auf den Weg!

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.

Um den edelsten Weg zu gehen, benötigen Sie ausreichend Hintergrundwissen!

Um Nachzuahmen biete ich Ihnen intensive Beratung im Einzeltraining!