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Ich habe verstanden.

Kind & Hund Fallgeschichte

Gewöhnung Kind und Hund - © groster - fotolia.de

Theory of Mind und weshalb es so wichtig ist, dies im Zusammenhang mit Hunden zu kennen. Zwei Fallgeschichten:

Warum Holzkirschen nicht essbar sind...

Mit einem kleinen Jungen unter 5 Jahren spielte ich einmal ein Spiel, bei dem mit "Holzkirschen" gespielt wurde.
Dieser Junge war für sein Alter sehr weit entwickelt. Wir spielten eine Weile mit den Holzkirschen.

 

Tatsächlich in dem Moment, als ich mir überlegte, ob es nicht übertrieben wäre, bei einem Spiel für 4-5 jährige noch eine Aufschrift: "Kleinteile können verschluckt werden" anzubringen, steckte er eine Holzkirsche in den Mund!

Erschrocken fragte ich ihn, warum er "das" jetzt in den Mund gesteckt hätte, warauf er mir etwas betroffen antwortete:

"Das ist doch eine Kirsche"! Zugegeben, vermutlich hätte er gemerkt, dass diese Kirsche wohl nicht identisch ist, mit den Kirschen, die er geschmacklich verknüpft hat, aber bis dahin könnte er sie auch versehentlich schon verschluckt haben!

Natürlich wissen Sie schon, worauf ich hinaus möchte!
Dieser Junge war anfangs sehr erschrocken über mein Verhalten, da er mit keinem Gedanken daran dachte, etwas Falsches gemacht zu haben. Und genau das ist das Problem bei Hund und Kind!

Im Gegensatz zu Kindern in dem genannten Alter, sind Hunde sogar berechenbar, wenn man ihre Körpersprache lesen kann.
Kinder sind sich diesbezüglich keiner Schuld bewusst. Begriffsbestimmung Theory of Mind

Großmutter, Rotkäppchen und der böse Wolf

Ich möchte Ihnen noch eine zweite Geschichte erzählen, die mir in der Vergangenheit regelmäßig passiert ist!

Wie bereits erwähnt, hat mein Belgischer Schäferhund verschiedene Problemverhalten.

Unter anderem hat er bei zu vielen gleichzeitigen Reizen, massiv Stress! Dieses Stressverhalten äußert sich darin, dass er eine sehr lange Maulspalte hat und das Maul auch leicht geöffnet ist!

Hm...ein bisschen wie "Rotkäppchen und der böse Wolf"! Große Augen und großes Maul!

Obwohl das Märchen ja auch recht bekannt ist, denkt dummerweise ein sehr großer Teil der Hundefreunde, dass mein Hund "lächelt" und unbedingt "begrüßt und angefasst" werden möchte!

Nein, möchte er nicht! Er möchte aus Angst und Stress eher das Kind fressen und die Großmutter dazu!

Da es sich bei der Rasse um einen gutaussehenden Hund mit weichem Wuschelfell handelt, zieht es Hundebegeisterte an, wie die Motten das Licht!

Inzwischen ist er gut trainiert, aber früher war das regelmäßig ein Problem!

Weder wedelnde Hunde noch "lächelnde" Hunde möchten immer angefasst werden!