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Ich habe verstanden.

Kinder & Hunde

Verhalten Kind und Hund

Hunde sind berechenbar! Erfahren Sie, wann und warum eine Überwachung durch Erwachsene trotzdem zwingend notwendig ist, um Gefahren zu vermeiden!

Vom Grundsatz her ist ein Hund in der Familie eine Bereicherung für das Kind, da Verhalten im sozialen Gefüge im täglichen Umgang trainiert wird.


Von essentieller Bedeutung dabei ist aber die Tatsache, dass wir Menschen zu den Primaten (Unterordnung Trockennasenaffen :-) ) gehören; Hunde allerdings zu den Carnivora (Fleischfresser, Unterordnung Landraubtiere).

Wenn ich Ihnen jetzt ein kleines Schmunzeln entlocken konnte, so war das vollkommen beabsichtigt!
Der ernste Teil dieser Kernaussage liegt aber in der Verdeutlichung

der extremen Unterschiede im Sozialverhalten
und der unterschiedlichen Kommunikation zwischen Mensch und Hund!

 

Die meisten Unfälle zwischen Hund und Mensch bzw.

Bissverletzungen sind auf diese Gründe zurückzuführen!

Kleinkinder und Hundkleinkind und hund

Kleinkinder sind bis zu einem bestimmten Entwicklungsstadium (s. Theory of Mind) -

oft bis zum Alter von 5 Jahren- nicht in der Lage zwischen Wirklichkeit und Schein bzw. Belebtem und Unbelebten zu unterscheiden.

Daher ist die einzige Bissprävention
eine ständige Überwachung durch Erwachsene!!!

Immer und überall!

Viele Menschen denken, mit einem gut erzogenen oder kleinen Hund kann nichts passieren.

Diese Vermutung ist schlichtweg falsch und die Grundlage vieler vermeidbarer Bissverletzungen!

Kommunikation von Hunden und Beschwichtigungssignale

Um einen Biß durch Hunde zu vermeiden, ist es notwendig, Ihre Kommunikation richtig zu deuten und Beschwichtigungssignale zu erkennen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass geschätzte 9 von 10 Personen noch nie etwas von Beschwichtigungssignalen bei Hunden gehört haben, obwohl sie eigene Hunde besitzen.

Gerade die Kenntnis dieser Signale ist eine Lebensversicherung für Kinder, wenn Ihre Eltern sie kennen!

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten Hund und Kind aneinander zu gewöhnen. Im obigen Foto bei mir auf dem Trainingsplatz sehen Sie so ein "Traumpaar" einer harmonischen Gewöhnung.

hund leckt über naseErfahren Sie mehr bei einem persönlichen Gespräch bei Ihnen zu Hause

 

auch zusammen mit interessierten Freunden!

 


Zusätzlich empfehle ich Ihnen das Buch "Calming Signals - Beschwichtigungssignale" von Turid Rugaas, welches Sie überall bestellen können.

Gerne bekommen Sie das Buch auch in meiner Hundeschule zum handelsüblichen Preis.

Kunden, die an Trainingsstunden teilnehmen, lernen den Umgang mit "Calming Signals - Beschwichtigungssignalen" auch immer wieder aktiv im Training!

 

Hunde die wedeln, freuen sich - Oder vielleicht doch nicht immer!?

Lesen Sie dazu unter dem Link Fallgeschichten Kind und Hund, warum diese Aussage so nicht grundsätzlich richtig ist.

Denn es ist ein zweiter gefährliche Irrglaube, dass Hunde, die "mit der Rute" wedeln, sich immer freuen!

Das Einzige, was Sie mit 100 prozentiger Sicherheit sagen können, wenn ein Hund mit der Rute wedelt, ist,
dass er aufgeregt ist! 

Es ist grundsätzlich kein Indiz dafür, dass er möchte, dass das Kind ihn streichelt!


Eine so pauschale Aussage wäre falsch! Auch nicht, wenn mancher Hundebesitzer hartnäckig davon überzeugt ist!

Glauben Sie nicht, was man Ihnen sagt, glauben Sie nur, was Sie selbst sehen!

Ich möchte Sie mit meinen Zeilen nicht ängstigen, nichts liegt mir ferner! Aber ich möchte Sie neugierig machen, selbst zu erkennen und wachsam zu sein.

Schulkinder und Hund

Kinder im Schulalter können unter Anleitung Erwachsener den richtigen Umgang mit dem Hund lernen.

Gemeinsames Training von Hund und Kind soll beiden Spaß machen und kann die Bindung festigen.



Respektvoller Umgang und faires Verhalten durch beide Seiten müssen jedoch auch hier beobachtet und ggf. korrigiert werden!

Oft wird das Argument gebracht, dass der Hund seinen Platz in der Rangfolge kennen muss und dabei unter dem Kind stehen muss!

Rangfolge im Rudel /im Sozialgefüge:

Diese Behauptung ist falsch, denn leider werden dabei zwei wichtige Dinge übersehen!

Erstens ist eine strikte Rangfolge nach A, B und C wissenschaftlich widerlegt (mal davon abgesehen, dass ich es auch ablehne bezeichnenderweise in ein "Rudel" gequetscht zu werden, egal an welcher Stelle! Denn Menschen, die Schafe zuhause haben, sprechen vermutlich auch nicht von "unsere Herde"!);

und zweitens haben Hunde in jahrtausende langer Beobachtungsgabe als Folge der Domestikation gelernt, wer in der Gemeinschaft etwas zu sagen hat und wer nicht!

Im Klartext bedeutet dies, dass ihr Hund sehr wohl wahrnimmt, wer "Elterntier" und wer "Mitläufer" ist!
Dies ist für den Hund unübersehbar, da auch die Kinder gewisse Regeln einhalten müssen, die von den "Elterntieren" aufgestellt werden und gelegentlich gemaßregelt werden.
Ich möchte nochmals ausdrücklich betonen, dass ich hier von Regeln spreche - nicht von Strafen!

Regeln, die für ein soziales Gefüge notwendig sind und Halt geben!

Trotzdem sich mein Vater niemals als Rudelchef bezeichnet hat und auch nicht drohend mit den Zähnen gefletscht hat, wurden Regeln akzeptiert ->zumindest vor und nach der Pupertät, die man eben bei allen "Säugetieren" geduldig aussitzen muss! Früher hat man das noch "so lange du die Füße unter meinen Tisch setzt, hältst du dich an die Regeln" genannt!

Unter anderem aus den weiter oben genannten Gründen kommt es vor, dass Hunde die Kinder als gleichrangige Spielkameraden betrachten und sie spielerisch auch mal so behandeln, was auch mal zu Verletzungen führen könnte. Kinder halten sich untereinander beim Spiel auch manchmal etwas gröber "mit den Händen" fest. Auch wenn der Hund sein Maul spielerisch einsetzt, kann es kleinen Kinderhänden weh tun! Ähnlich wie beim Spiel unter Junghunden muss hier eine sorgfältige Beobachtung durch Erwachsene stattfinden.

Im nachfolgenden Video kann man sehr schön sehen, dass der Hund bei deutlicher, fairer Kommunikation, hier mit gut trainierten Signalen,  sehr wohl das tut, was das Kind gerne möchte bzw. sich unterordnet, wenn man es so bezeichnen will!

 

Ein Zeichen, dass "alle Beteiligten" ihre Hausaufgaben gemacht und verstanden haben!

Spiel kann schnell einmal zu wild werden! Auch hier sollten Erwachsene "ein Auge auf die Situation" werfen und spätestens dann einschreiten, wenn der Hund Beschwichtigungssignale einsetzt!

Zuletzt noch eine mir sehr wichtige Angelegenheit! Bitte lassen Sie nicht zu, dass Ihr Kind "Rennspiele" oder "Zerrspiele"  mit dem Hund durchführt! Ein Spiel kann - wie bereits auch zwischen Hunden beschrieben - schnell den Erregungslevel überschreiten, bei dem es zu Verletzungen kommen kann.

Sofern Sie weitere genauere Infomationen wünschen, wie Kinder und Hunde gefahrlos miteinander spielen können, so sprechen Sie mich im Training bitte an oder vereinbaren Sie ein Einzelgespräch.